Yoga
Was ist Yoga?
Yoga ist eine indische philosophische Lehre, die eine Reihe geistiger und körperlicher Übungen wie Asanas, Pranayama, Meditation oder Askese umfasst. Der Begriff Yoga (Sanskrit,, yoga, von yuga Joch, yui für: zusammenbinden, anspannen, anschirren, anjochen) kann sowohl als Vereinigung oder Integration als auch als Unterjochung der Bewusstseins-Regungen (chitta-vrittis) im Sinne der Selbstbeherrschung übersetzt werden.
Alle Yogastile in der Übersicht
Yoga ist eine der sechs klassischen Schulen (Darshanas) der indischen Philosophie. Es gibt viele verschiedene Formen des Yoga, alle mit ihrer eigenen Philosophie und Praxis. In Westeuropa und Nordamerika denkt man bei dem Begriff Yoga aufgrund deren Popularität oft nur an die körperlichen Übungen, die Asanas oder Yogasanas genannt werden.
Einige meditative Formen von Yoga legen ihren Schwerpunkt auf die geistige Konzentration, andere konzentrieren sich eher auf körperliche Übungen und Positionen (die Asanas) oder beschränken sich eher auf Askese. Die philosophischen Grundlagen des Yoga wurden vor allem von Patanjali im Yoga-Sutra formuliert, doch auch die Bhagavad Gita enthält grundlegende Weisheiten zum Yoga.
Die Ursprünge des Yoga selbst liegen im Dunkeln. Die ältesten archäologischen Zeugnisse der indischen Hochkultur stammen aus der sogenannten Induskultur, die ihre Blütezeit zwischen 3500 und 1500 v.Chr. hatte. Es existierte auch eine Schrift, die allerdings noch nicht entziffert ist, denn sie scheint nach einer anderen Logik aufgebaut zu sein als alle anderen bisher bekannten Schriften. Sie hat auch keine Ähnlich-keit mit Sanskrit. Archäologischen Ausgrabungen zufolge handelte es sich um eine großartige Hochkultur mit schachbrettartig angelegten blühenden Städten, die über Kanalisation und fließendes Wasser verfüg-ten. Die größten heute bekannten Städte dieser Hochkultur sind Harapa und Mojendra. |