Yoga
Karma Yoga
Karma Yoga oder karmamarga ist im Hinduismus der 'Yoga der Tat' und bedeutet ein Handeln, ohne Anhaftung an seine Taten. Karma Yoga wird oft auch als Yoga des selbstlosen Dienstes verstanden. Er ist einer der drei empfohlenen Wege (marga) zur Erlösung, welche die Überlieferungen der Hindus aufzeigen. In der Bhagavadgita (II.48) etwa lehrt Krishna, für Hindus der menschgewordene Gott: Gib die Anhänglichkeit auf, o Arjuna, und vollbringe, im Yoga gefestigt, deine Werke. Sei gleichmütig gegen Erfolg und Mißerfolg. Gleichmut wird Yoga genannt.
Die anderen Wege sind: Jnana Yoga (Weg der Erkenntnis), Bhakti Yoga, (Yoga der Hingabe) wobei viele Hindu-Lehrer (etwa Swami Vivekananda) noch einen vierten hinzufügen Raja Yoga, ("Königsyoga"), den die anderen in die ersten Wege integriert sehen.
Unter Karma wird ein spirituell-esoterisches Konzept verstanden, nachdem jede Aktion - physisch wie geistig - unweigerlich eine Konsequenz hat, die nicht unbedingt im aktuellen Leben (Verkörperung) wirksam wird, sondern u. U. erst in einem der nächsten Leben. In den indischen Religionen ist die Lehre des Karma eng mit dem Glauben an den Kreislauf der Wiedergeburten (Samsara) bzw. die Reinkarnation und damit an die Gültigkeit des Ursache-Wirkungsprinzips auf geistiger Ebene auch über mehrere Lebensspannen hinweg verbunden.
Karma bezeichnet im Buddhismus, Hinduismus und Jainismus das sinnliche Begehren, die Taten, die dadurch entstehen und die Wirkungen von Handlungen und Gedanken in moralischer Hinsicht, insbesondere die Rückwirkungen auf den Akteur selbst. Karma entsteht demnach durch eine kosmische Gesetzmäßigkeit (Dharma), und nicht infolge einer Beurteilung durch einen Weltenrichter oder Gott. Göttliche Gnade ist hier nicht vorgesehen. Wichtig hierbei ist, dass sowohl gutes wie auch schlechtes Karma den Kreislauf der Wiedergeburten (Samsara) erzeugt. |