Massageanleitung für die Beine
Erotische Partnermassage Teil 5
Fließende Energien in den
Beinen
Beginnen Sie die Massage der Beine am besten mit der Vorderseite. Wenn Sie keine Massagebank
haben und nicht im Stehen massieren können, knien Sie seitlich neben Ihrem Partner oder an
seinen Füßen und gleiten, an den Knöcheln beginnend, mit beiden Händen an den Beinen entlang
nach oben. Ölen Sie die Hände gut ein. Bei diesem Teil der Massage dürfen Sie schon etwas
kräftigeren Druck ausüben. Wichtig ist eine fließende Bewegung, die Sie am besten erreichen, wenn
Sie das eigene Körpergewicht einsetzen.
Streichen Sie von unten nach oben
Sie beugen sich dazu leicht über das Bein Ihres Partners und massieren, indem Sie Ihr Gewicht
nach vorn verlagern, zu den Oberschenkeln hinauf. Dann verlagern Sie Ihr Gewicht wieder nach hinten.
So brauchen Sie nicht übermäßig viel Muskelkraft einzusetzen.
Wenn Sie stehend massieren, verlagern Sie einfach während der Streichbewegungen Ihr Gewicht
von einem Bein auf das andere. Die klassische Durchblutungsmassage geht bei den
Streichbewegungen der Beine bis hoch zu den Oberschenkeln und den Hüften. Wenn Ihnen dies im
Moment noch zu kühn oder zu intim ist, hören Sie einfach am Oberschenkel auf. Sie streichen in
großzügigen, kräftigen Bewegungen an den Innenseiten der Beine nach oben bis zu den Leisten,
lassen Ihre Hände dann langsam auseinander gleiten und streichen an den Außenseiten der
Schenkel über die Knie wieder zu den Knöcheln zurück. Dieses zarte Massieren auf dem Rückweg
hat vor allem den Sinn, nie den Hautkontakt zum Partner zu verlieren.
Sparen Sie den Schambereich nicht aus
Wenn Sie sich gut genug kennen oder Lust darauf haben, können Sie mit beiden Händen gleichzeitig
an beiden Beinen bis zu den Oberschenkeln kräftig streichen, dann trennen sich Ihre Hände und
massieren an den Genitalien vorbei bis zum Hüftknochen hinauf und wieder hinunter. Wenn Sie dabei
den Penis Ihres Partners oder Schamhaare und Schamlippen Ihrer Partnerin „zufällig“ treffen, sollten
Sie beide das genießen und nicht glauben, Sie wären vielleicht „zu weit“ gegangen.
Wären wir nicht durch jahrhundertelange körperfeindliche Erziehung dazu gebracht worden, jeden körperlichen
Kontakt, der über das „Übliche“ hinausgeht, gleich als sexuell zu deuten und damit eindeutig
nur auf ein Ziel gerichtet, würden wir uns heute überhaupt keine Gedanken machen, was bei einer
Partnermassage „erlaubt“ ist oder was – vielleicht – zu Missverständnissen führen könnte.
Setzen Sie sich über derart absurde Tabus doch einfach hinweg und fragen Sie Ihren Partner, ob er
es als angenehm empfindet, wenn Sie um seinen Schambereich keinen „großen Bogen“ machen.
Wenn Sie keine Lust zum Fragen oder Sprechen haben oder das Fließen der Bewegung nicht unterbrechen
wollen, schauen oder hören Sie, ob er sich wohl fühlt. Akzeptieren Sie ein „Bitte nur die Beine“ ebenso wie ein genüssliches, befreites Durch- und Ausatmen oder gar ein wonniges Stöhnen. Lassen
Sie den Genuss zu. Das bringt jede Menge Energie und Lust am Leben.
Auch die Waden können Entspannung gebrauchen
Dann heben Sie das Bein Ihres Partners leicht an und winkeln es vorsichtig ab. So können Sie die
Wadenmuskulatur durch leichtes Schütteln, Kneten und Klopfen wunderbar lockern.
Massieren Sie die Knie mit besonders viel Hingabe
Besondere Aufmerksamkeit sollten Sie den Knien Ihres Partners widmen. Sie sind äußerst sensitiv
und ansprechbar – vergleichbar nur mit den Innenseiten der Schenkel. Lassen Sie Ihre
Daumenspitzen rund um die Kniescheibe kreisen (siehe Bild), pressen Sie dann mit sanftem Druck
der Daumen in die Vertiefungen rund ums Knie.
Trommeln Sie danach – bitte zart – mit allen zehn Fingern einige Sekunden auf dem Knie und „beruhigen“ Sie es anschließend mit sanft kreisenden, flachen, einfühlsamen Streichbewegungen.
Wenn Sie das Bein Ihres Partners wieder hinlegen, ist der Zeitpunkt für ein sanftes Ziehen und
Dehnen gekommen. Die Betonung liegt auf „sanft“. Ihr Partner sollte dabei natürlich kein Unbehagen
oder gar Schmerz verspüren. Ziehen Sie das Bein und schütteln Sie es dabei ganz behutsam aus.
Das löst letzte Verkrampfungen.
Vom Daumenspitzen-Kreisen-Lassen bis zum Ziehen und Dehnen wiederholen Sie jetzt den
gesamten Vorgang beim anderen Bein. Sie können auch beide Beine gleichzeitig massieren. Die
Rückseite der Beine kann sofort im Anschluss massiert werden. Ihr Partner dreht sich auf den Bauch
und Sie wiederholen die gleichen Streich- und Knetbewegungen wie bei der Vorderseite.
Streich- und Knetbewegungen verwöhnen die Beine
Sie können aber auch erst die ganze vordere Seite massieren und Ihren Partner dann bitten, sich
umzudrehen. Wichtig ist dabei, dass Sie – gleich in welcher Reihenfolge Sie massieren – mit den
Kniekehlen feinfühlig umgehen, da sie bei den meisten Menschen besonders empfindsam und
druckempfindlich sind.
Danach winkeln Sie sein Bein an. Sie knien dabei zu den Füßen Ihres Partners, umfassen mit beiden
Händen seinen Unterschenkel am Knöchel und drücken es dann – eventuell unter
Zuhilfenahme einer Hand – abgewinkelt nach oben gegen Hüften und Bauch (siehe Bild).
Beenden Sie die Massage ganz behutsam
Drücken Sie jetzt den Unterschenkel behutsam so lange durch, bis sich Widerstand zeigt. Je nachdem,
wie geschmeidig die Muskeln und Sehnen Ihres Partners sind, kann er es als sehr wohltuend
empfinden, wenn die Beine weit zurückgebogen und die Knie stark angewinkelt werden. Vielleicht
bringen Sie ihn oder sie aber auch erst auf den Geschmack, indem Sie von Mal zu Mal ein wenig
mehr abwinkeln, drücken und „stretchen“.
Ziehen Sie zum Schluss noch einmal das Bein und schütteln es dabei behutsam aus (siehe Bild).
Wie immer sollten Sie die Massage mit ausgleichenden beruhigenden Streichbewegungen und
einem kurzen Innehalten ausklingen lassen. Dabei vereinigen Sie Ihre beiden Energieströme und
entspannen gemeinsam. Genießen Sie ganz in Ruhe.
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