Gesichtsmassage Anleitung
Gesichtsmassage
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Das Gesicht zu massieren und zu berühren ist meist eine viel intimere Angelegenheit als die sexuelle Vereinigung selbst.
Deshalb sei dabei besonders vorsichtig, aber keineswegs unentschlossen.
Setze dich wieder ans Kopfende deines Partners, faß ihm ins Haar, und ziehe es ihm lang, streiche es entlang. Greif immer
wieder in die Haare. Und wenn dein Partner langes Haar hat, breite es um ihn herum aus, bis du alle Haare ein bißchen gezogen
und entlanggestrichen hast. Ergreife seinen Kopf, halte ihn, wiege ihn ein wenig hin und her, und lege ihn vorsichtig wieder ab.
Gieß dir dann Gesichtsöl in deine Hände. Streiche mit den öligen Händen von der Gesichtsmitte her über beide Gesichtshälften.
Führe die Hände bis hinter die Ohren, und dort ziehe jedes Mal mit den Fingerkuppen kräftige Linien nach rechts und links. Dabei
stell dir einen idealen Menschen vor, wie er nur im Geiste zu erschaffen ist. Und durch dessen Gesicht fährst du mit deinen
Fingern, dessen Stirn berührst du. Und stell dir dieses Gesicht groß vor, in einer schönen Landschaft, hoch über den Bergen. Stell
es dir als ein Gewölbe in der Luft vor, das du immer wieder neu und immer wieder in idealer Schönheit erschaffst bei jedem
Strich, den du mit deinen Händen ziehst.
Fahr dann mit deinen Daumen über die Augenbrauen, kreise über die Schläfen und bis hinter die Ohren. Vielleicht stellst du dir
dabei eine Götterstatue vor.
Mit den Fingerkuppen der Daumen streiche über die Augenlider deines Partners, spür seine Augäpfel. Drücke ihm deine
Fingerspitzen auf die Augen, und denke dabei an die schönsten Augen, die du je gesehen hast. Mit den Daumen fahr die
Nasenwurzel hinunter, über die Backenknochen und das Jochbein, und kreise wieder über die Schläfen. Und immer behalte die
Vorstellung eines Idealmenschen.
Streich die Nasenflügel entlang, massiere sie von außen und auch von innen, berühre die ganze Nase. Massiere den Mund, kreise
mit den Fingerkuppen um den Mund herum, schiebe die Lippen nach oben und unten, wobei du dir einen großen Brunnen in der
Erde vorstellst. Schließlich massiere auch die Kaumuskeln am Kiefer. Kreise mit den Handflächen darüber, und mach dann kleine,
schnelle Striche mit den Fingerspitzen vom Hals her bis unters Kinn, von der Kinnspitze bis hinters Ohr. So massierst du auch den
ganzen Hals bis hinters Ohr und streichst zärtlich den Nacken entlang. Und schließlich faß die Ohrmuscheln an, knete und
massiere sie von innen nach außen.
Deine Fingernägel ziehe nun auf der Kopfhaut des Partners entlang. Vielleicht, daß du dabei ein Bild entwickelst, von zwei
Mädchen im Abendsonnenschein, die sich mit ihren silbernen Fingernägeln gegenseitig ihr langes Haare kämmen.
Leg dann deine Hände locker über das Gesicht des anderen, bedecke sein Gesicht für einen Moment.
Zum Schluß leg den Mittelfinger einer Hand auf das „dritte Auge", in die Mitte zwischen den Augenbrauen. Übe einen sanften
Druck auf diese Stelle aus, hab geistige Berührung zu ihm. Denk dir eine gerade Linie von deinem Finger ausgehend, über deinen
Partner hinausreichend, durch euch beide hindurchgehend. Und nun, sacht, löse den Druck von deinem Finger. Hab dabei die
Vorstellung, daß sich die beiden Punkte wie zwei Perlen auf einer endlosen Schnur entfernen, trotzdem aber miteinander
verbunden sind.
Begib dich zu Füßen deines Partners, und setze dich dort nieder. Ergreife das vorhin über ihn ausgebreitete Tuch, und ziehe es
jetzt ganz langsam wieder von seinem Körper herunter. Mache das so gleichmäßig und so langsam, wie nur irgend möglich. Laß deinen Partner spüren, wie sich das Tuch langsam über ihn hinwegbewegt, laß ihm Zeit, jede Falte, jeden Faden des Gewebes zu
erfühlen. Am besten wird dir das gelingen, wenn du dabei die ganze Zeit auf eine bestimmte Stelle schaust. Hab inwendig dabei
ein Gefühl von Neugier auf das, was da wohl unter dem Tuch hervorkommt, jedes einzelne Detail. Ziehe solange ganz
gleichmäßig an dem Tuch, bis auch die letzte Zehe wieder entblößt ist. Drei oder vier Atemzüge warte dann, ohne den Körper des
anderen zu berühren.
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